postheadericon Friedenspreis für die Präsidentin von Liberia

Ellen Johnson Sirleaf posiert im Moment auf Wahlplakaten in Liberia mit der Mütze eines Piloten, darunter der Spruch: “Wechsel nicht den Politen aus, wenn das Flugzeug noch nicht gelandet ist.” Die 72-Jährige ist Präsidentin von Liberia und will mit dem Spruch und den Plakat den Menschen in Liberia zeigen, dass sich etwas bewegt, dass sie versucht Sachen zu verändern. Dass das noch nicht vorbei ist, und dass diese Entwicklung weitergehen soll, zeigt sie ebenfalls mit dem Wahlplakat. 

Sirleaf, Foto: world economic forum_flickr

Sirleaf, Foto: world economic forum_flickr

Am Freitag bekam sie den Nobelpreis verdienen – den Friedensnobelpreis. Dafür wurde sie mit der “Sicherung von Frieden in Liberia, die Förderung von wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung und der Stärkung der Frauenrechte” ausgezeichnet. Für sie selbst kam die Auszeichnung ihrer Arbeit, auch gleichzeitig die höchstmöglichste Ehrung für internationale Politik, “völlig überraschend”.

Den Preis allerdings hat Sirleaf nicht alleine bekommen, sondern mit zwei anderen Aktivistinnen. Das Komitee sagte in der Begründung, dass sie vor allem für die internationale Förderung von Fraurechten ausgezeichnet wurde. Die nationale Politik habe bei der Verleihung wenig Einfluss gehabt. Die Opposition in Liberia wettert gegen die Verleihung zu diesem Zeitpunkt. Schließlich finden gerade die Präsidentschaftswahlen statt.

Sirleaf war ehemalige Weltbank-Managerin und seit 2005 ist sie die erste afrikanische Staatsführerin. Seitdem vergleicht sie ihre Rolle mit der von Nelson Mandela. Nach dem Bürgerkrieg, der 200.000 Menschenleben forderte, wurde die komplette Infrastruktur und Wirtschaft des Landes zerstört. 14 Jahre hielt dieser an. Seitdem baut Sirleaf das Land wieder auf. Sie schafft es unter anderem auch dewegen, weil sie sehr viele gute Kontakte zur westlichen Welt hat.

In ihren Jahren als Präsidentin schaffte sie, dass Liberia Schulden erlassen werden, sie pumpte viel Geld in die Infrastruktur des Landes und in das Gesundheitswesen und in die Bildung. Seitdem sie Präsidentin ist, konzentriert sie sich auf die Rechte der Frauen, schließlich wurden 70 Prozent von ihnen während den Bürgerkriegen mindestens einmal vergewaltigt.

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